Start Das Wahlsystem
Das Wahlsystem und die Hochschulwahlen

Die Hochschulwahlen

Die Hochschulwahlen finden am 23. Juni 2014 statt. Gewählt wird für zwei Semester (WS 15/16 und SS 2016). Im Einzelnen könnt ihr drei Organe wählen:

 

  1. Studentische Vertretung im Senat

    Der Senat ist ein zentrales Organ der Universität. In ihm sitzen u.a. Vertreter_innen der Dozierenden und des Mittelbaus, aber auch zwei Vertreter_innen der Studierenden. Er besteht aus neun Mitgliedern. Die studentische Vertretung wird direkt durch die Studierenden der gesamten Universität gewählt und vertritt deren Interessen im Senat. Als nicht stimmberechtigte Mitglieder sitzten diese auch im Fachschaftenrat und dem studentischem Konvent.

 

    Fachschaften und indirekt Fachschaftenrat

Mit der Fachschaft wählt ihr eure Interessensvertretung in dem Fachbereich, dem ihr als Student_in angehört. Zurzeit gibt es vier Fakultäten und demnach werden jeweils vier Fachschaften gewählt, für die Geistes- und Kulturwissenschaften (GuK), die Sozial- und Wirtschaftswissenschaften (SoWi), die Humanwissenschaften (Huwi) und für die Wirtschaftinformatik und Angewandte Informatik (WIAI).

Der Fachschaftenrat besteht aus acht Mitgliedern (jeweils zwei aus jeder Fakultät). Die beiden Kanidierenden, auf die bei der Wahl der Fachschaften die meisten Stimmen entfallen, sind Mitglied im Fachschaftenrat. Bei dieser Wahl wählt ihr also gleichzeitig mit der Fachschaft auch eure Vertretung auf Fakultätsebene.

 

Studentischer Konvent

Der studentische Konvent besteht zurzeit aus 19 Mitgliedern, die direkt von euch gewählt werden. Nach der Hochschulordnung sind die Aufgaben des Konvents:

- die Vertretung der fachlichen, wirtschaftlichen und sozialen Belange der Studierenden der Hochschule,

- fakultätsübergreifende Fragen, die sich aus der Mitarbeit der Vertreter und Vertreterinnen der Studierenden in den Hochschulorganen ergeben,

    1. - die Förderung der geistigen, musischen und sportlichen Interessen der Studierenden,

    2. - die Pflege der Beziehungen zu deutschen und ausländischen Studierenden.

Zum Wahlsystem des studentischen Konvent sollte abschließend erwähnt werden:

Da es 19 Vertreter_innen direkt zu wählen gibt, habt ihr auch 19 Stimmen. Ihr dürft auf diese auf mehrere Listen verteilen (panaschieren) und einer Person bis zu drei Stimmen geben (kumulieren).

 

  1. Doch zur Zeit hat der studentische Konvent de facto keine richtigen, fest definierten Aufgaben. Die eigentliche Arbeit der Studierendenvertretung passiert in Referaten, die vom Fachschaftenrat gebildet werden. Es sind fünf Referate verpflichtend zu bilden – weitere Referate wurden in der Vergangenheit regelmäßig gebildet. Insgesamt kann daher der Fachschaftenrat als das aktivste Organ angesehen werden. Die studentischen Senator_innen arbeitet eng mit dem Fachschaftenrat und damit auch eng mit euch zusammen.

In den Organen der Hochschule vertritt die Studierenvertretung eure Interessen, in denen z.B. Entscheidungen über Studiengebühren, die Lehre oder Berufungsverfahren getroffen werden. Hier sind studentische VerteterInnen aktiv, die durch den Konvent oder durch den Fachschaftenrat gewählt wurden. Zu nennen sei hier die Kommission für Lehre und Studierende und der Beirat der Frauenbeauftragten.

Das vom Bayerischen Hochschulgesetz gewollte System der Studierendenvertretung ist äußerst uneffektiv und lässt so z.B. dem Konvent keinen Spielraum, um Initiativen auf den Weg zu bringen. Es gibt viel zu viele Organe mit nicht abgrenzbaren Kompetenzen sowie ohne oder nur mit wenig Mitspracherecht in den Hochschulorganen. Natürlich würde sich auch noch die eine oder andere Aufgabe für die momentan weniger aktiven Organe finden lassen. Dafür ist aber eure Mithilfe gefragt! Viel zu wenige Studierende bringen sich aktiv in die Arbeit der gesamten Studierendenvertetung, gleich auf welcher Ebene, ein!
Vor diesem Hintergrund fordert die GHG die Einführung der Verfassten Studierendenschaft. Mehr Mitspracherecht führt zu mehr Aktivität der Studierenden, ein selbstverwaltendes System führt zu mehr Effizienz. Erst durch eine Verfasste Studierendenschaft hätten wir endlich etwas zu sagen an unserer Uni und könnten unsere Interessen tatsächlich vertreten.

Trotz allem ist die Hochschulwahl im Allgemeinen und die Wahl zum studentischen Konvent im Besonderen nicht unwichtig! Dieser wählt nämlich einige wichtige Vertreter der Studierenden in den Hochschulgremien. Eine leichte Wiederbelebung hat der studentische Konvent z.B. durch die GHG-Initiative zu einem Stadtratsbeirat erfahren.
 

Geht wählen!
Denn so unterstützt Ihr die Arbeit der Studierendenvertretung und verleiht ihr mehr Gewicht


Weitere Informationen bekommt ihr auf der Homepage des Bay. Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst, auf der ihr das Bayerische Hochschulgesetz sowie ein Organigramm der Hochschulen findet. Die Grundordnung der Uni Bamberg gestaltet das BayHschG weiter aus.