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Hochschulwahl 2015+Programm
Geschrieben von: Administrator   
Mittwoch, den 10. Juni 2015 um 00:00 Uhr

Für die Wahl in den studentischen Konvent 2015/2016 am 23. Juni

haben wir eine gemeinsame Liste mit dem SDS und der Liste Asta&Fachschaften (Wahlvorschlag Nr.4) und wir schicken für den Konvent ins Rennen:

Malte Krüger (Listenplatz 4)
studiert Pädagogik

Armin Aminian (Listenplatz 6)
studiert European Economic Studies


Zudem kandidiert Malte Krüger auch auf der Bunten Linken Liste für den Senat




Hier die komplette gemeinsame Liste:

1. Madeleine Baldauf
2. Julian Megerle
3. Frederic Hörnig
4. Malte Krüger
5. Alisa Münsterberg
6. Armin Aminian
7. Sven Czekal
8. Thomas Bollwein
9. Jennifer Schöttker
10. Louise Zenker
11. Johannes Ochs
12. Joannes Jensen
13. Maria Hettler
14. Paul Hummer
15. Max Schermaul
16. Florian Wagner
17. Florian Lützelberger
18. Jakob Roetner
19. Valentin Back
20. David Mehling

Unsere Forderungen:

1. Mehr Demokratische Mitbestimmung
2. Verfasste Studierendenschaft
3. Gleichstellung in allen Bereichen der Universität
4. Transparenz in Forschung & Haushalt
5. Zivilklausel in die Grundordnung der Universität
6. Freies & Selbstbestimmtes Studium
7. Keine Zulassungsbeschränkungen
8. Open Access – Freier Zugang zu Lehrmaterialien & wissenschaftlicher Literatur
9. Mehr Raum für Studentisches Leben & Kultur
10. Nachhaltigkeit
11.  Barrierefreier und besserer Zugang zur Mensa
11. Angemessene Arbeitsbedingungen

 

 

1. Mehr Demokratische Mitbestimmung

Mitbestimmung und demokratische Partizipation stellt die Grundlage für jegliche Selbstbestimmung, Teilhabe und das Einbringen studentischer Bedürfnisse dar.
Studentische Gremien sind ein wichtiges Fundament in den Entscheidungsprozessen, doch haben diese unter den aktuellen Regelungen viel zu wenig Entscheidungsgewalt.
Wir wollen Parität in allen Gremien der Universität und ein Studentisches Mitglied in der erweiterten Universitätsleitung

2. Verfasste Studierendenschaft

Wir setzen uns für die Einführung einer Verfassten Studierendenschaft (kurz: VS, Link) ein, denn nur als eine rechtsfähige Teilkörperschaft kann eine Studierendenschaft sich in allen relevanten Belangen selbst und unabhänig verwalten.
Die VS stellt den Rahmen für studentische Beteiligung dar und gibt fehlende Finanz-, Vertragshoheit und Satzungsautonomie wieder zurück in die Hände der Studierenden.
Wir fordern die sofortige Wiedereinführung der Verfassten Studierendenschaft, sowie die gesetzliche Verankerung der Satzungsautonomie, der Beitrags- und Vertragshoheit.

3. Gleichstellung in allen Bereichen der Universität

Die fragwürdige Konstruktion von „Normalität“ und Stereotypen und die damit einhergehende Diskriminierungen von Personen, die nicht dieser " gesellschaftlichen Norm" entsprechen, ist zu bekämpfen.
Diskriminierung betrachten wir intersektionell - wir verstehen darunter Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, der Nationalität, Behinderung, sexueller Orientierung und Identität und sehen auch Überschneidungen und Mehrfachdiskriminierungen, die auch in einer Universität wirken können.
Wir möchten uns aktiv für Gleichstellung und Inklusion einsetzen.
Deswegen fordern wir eine Verbesserung der barrierefreien Zugänge, sowie deren Ausschilderung.
Um Personen, die nicht der gesellschaftlichen Norm eines binären Geschlechtersystems entsprechen, die tagtäglichen Strapatzen zu ersparen, die sich aus "Männer- und Damentoiletten" ergeben, fordern wir einige der bestehenden Toiletten als Unisextoiletten auszuschildern, wie es zum Beispiel bereits in Schweden mittlerweile Gang und Gebe ist.

4. Transparenz in Forschung und Haushalt

Die bestehende Kommerzialisierung der Universität beinhaltet einen erheblichen Forschungsanteil aus Drittmitteln externer Wirtschaftsunternehmen - dies schränkt die Freiheit der Wissenschaft erheblich ein und macht diese manipulierbar.
Ebenfalls muss der Einfluss der katholischen Kirche und des Militärs einer gesellschaftlich getragenen Finanzierung weichen.
Aus diesem Grund fordern wir eine Offenlegung der Drittmittel und eine transparentere Berichterstattung der einzelnen Gremien.
Außerdem möchten wir mehr studentische Mitsprache und Nachvollziehbarkei bei Personalentscheidungen der Universität.

5. Zivilklausel in die Grundordnung der Universität

Bereits jetzt beziehen viele Universitäten einen nicht unerheblichen Teil ihrer externen Drittmittel von Rüstungsunternehmen, Armeen oder sonstigen militärischen Einrichtungen.
Dies ist nicht mit unseren moralischen Grundsätzen vereinbar, wonach Forschung und Bildung die Verantwortung zur Lösung drängender gesellschaftlicher Probleme mittragen und für menschenwürdige Lebensverhältnisse und ein friedliches miteinander forschen sollen.
Wir fordern eine in der Universitätsordnung festgeschriebene Zivilklausel, die es der Universität verbietet, aktiv für militärische Zwecke zu forschen und Verträge mit Rüstungsunternehmen zu schließen, wie es zb. in Bremen, Rostock, Tübingen, Darmstadt und Frankfurt am Main schon geschehen ist.

6. Freies und Selbstbestimmtes Studium - Keine Zulassungsbeschränkungen

Bildung muss für ALLE Menschen unabhängig von Hürden wie Finanzen zugänglich sein.
Aus diesem Grund setzten wir uns für ein Eltern-, Partner*innen- und Vermögensunabhängiges BAföG ein und fordern die Abschaffung von Zugangsbeschränkungen jeder Art, da diese dem Prinzip der frei zugänglichen Bildung im Weg stehen. Bayern ist in der Pflicht, genügend Personal und Raum für alle, die studieren wollen, zur Verfügung zu stellen - die Studienwahl darf von keinem Kapazitätsbedarf abhängig sein, sondern muss dem individuellen Wunsch des Menschen entspringen.
Außerdem fordern wir ein Studium Generale für alle Studiengänge, welches es ermöglicht, ECTS Punkte zu erwerben und Lehrveranstaltungen der eigenen Wahl zu besuchen, die nicht zwangsweise dem eigenen Studienfach und dem festgelegten Modulplan entsprechen.
Um Studierenden, die bereits im Beruf stehen oder Familie haben, ein selbstbestimmtes Studium zu ermöglichen, setzen wir uns für den weiteren Ausbau und Erhalt von Teilzeitstudiengängen ein.
Die momentanen Prüfungsmodalitäten sind geprägt von unnötiger Bürokratie. Sowohl Zwangsanmeldungen nach nicht bestandenen Prüfungen, als auch die An- und Abmeldezeiträume, die oftmals weit vor den Prüfungsterminen angesetzt sind, widersprechen dem Prinzip eines freien und eigenständigen Studiums.
Weiterhin sollen Studierende die Möglichkeit haben, nichtbestandene Prüfungen beliebig oft wiederholen zu dürfen.

7. Open Access – Freier Zugang zu Lehrmaterialien & wissenschaftlicher Literatur

Open Access bedeutet, dass wissenschaftliche Publikationen kostenfrei und öffentlich im Internet zugänglich sind und ohne Beschränkungen genutzt, kopiert, verbreitet und wiedergegeben werden können, sofern die Urheberschaft korrekt angegeben wird.
Wir begrüßen es sehr, dass sich die Universität Bamberg zur "Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen" bekennt und Open Access fördern möchte und fordern die Wissenschaftler*innen auf, auch weiterhin im Sinne von Open Access zu forschen.

8. Mehr Raum für studentisches Leben und Kultur

Die ständigen Mietpreiserhöhungen in Bamberg sorgen dafür, dass viele Studierende unter unzumutbaren Bedingungen wohnen, horrende Mieten zahlen oder außerhalb in schlecht angebundene Wohngebiete ziehen müssen - dieser Zustand ist nicht tragbar.
Wir möchten, dass der Konversionsgelände als günstiger Wohnraum erhalten bleibt, statt, wie von der Stadtverwaltung geplant, abgerissen zu werden.
Zusätzlich ist es nötig, den Busverkehr auszubauen, damit Studierende sich sicher und unkompliziert in Bamberg bewegen können. Gerade abends, sowie zwischen Feki/Erba und Innenstadt ist dies dringend notwendig.
Um studentischer Kultur in Bamberg mehr Raum zu geben, setzen wir uns außerdem für ein studentisches Kulturzentrum ein.

9. Nachhaltigkeit

Für uns stellt Nachhaltigkeit ein wichtiges Handlungsprinzip dar, welches dazu dienen soll, die natürliche Regenerationsfähigkeit unserer Umwelt in möglichst geringem Maße zu belasten. Wir halten es für die Pflicht einer Einrichtung von der Größe der Universität Bamberg, dass sie sich ihrer eigenen Verantwortung in diesem Bereich bewusst wird.
Daher fordern wir im Sinne des Umweltschutzes die Universität auf, weitgehend auf Printmedien zu verzichten und wo dies nicht möglich ist, Recyclingpapier zu verwenden.
Außerdem soll die Mülltrennung in der Universität an sinnvollen Stellen, wie zb. in großen Hörsälen eingeführt und durchgesetzt werden.
Des Weiteren wollen wir wissen, woher die Universität ihren Strom bezieht und ob es sich hierbei um nachhaltig gewonnene Energien handelt.
Sofern die Universität Gelder in fossilen Brennstoffen bzw. Firmen, die mit diesen handeln, angelegt hat, fordern wir sie auf, diese zurückzuziehen und stattdessen in nachhaltige Energien zu investieren.

10. Barrierefreier und besserer Zugang zur Mensa

Die Mensa als zentraler Ort einer jeden Universität, dient nicht nur der Versorgung mit Essen, sondern ist auch ein Ort der Partizipation und sozialer Teilhabe.
Wir halten es daher für dringend notwendig überflüssige Barrieren, die die Versorgung aller Studierenden verhindern, abzubauen. Dies betrifft neben finanziellen Hürden auch solche ernährungstechnischer Art.
Aus diesem Grund fordern wir ein veganes Gericht pro Tag und Mensa und länger Öffnungszeiten - vor allem der Innenstadtmensa.
Ein Solidatitätsmodell würde es ermöglichen, dass Studierende, die sich kein Essen leisten können, dennoch eines erhalten durch einen freiwilligen Aufpreis, den andere Studierende freiwillig auf ihr Essen gezahlt haben.
Zusätzlich zum bestehenden Angebot setzen wir uns außerdem für ein veganes 1€-Gericht ein, welches möglichst barrierearm allen zugänglich sein soll.

11. Angemessene Arbeitsbedingungen

Hilfswissenschaftler*innen (HiWis) und Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen (MAs) bilden das Grundgerüst einer in Forschung und Lehre aktiven Universität. Wir halten es daher für selbstverständlich, dass es für diese Berufsgruppen adäquate Arbeitsbedingungen an der Universität Bamberg gibt und fordern dazu auf, diese auszubauen.
Eine Vergütung von HiWis, welche eigentlich immer der gesetzliche Mindestlohn ist, ist nicht akzeptabel und sollte der getragenen Verantwortung angepasst werden. Wir halten Verträge von MAs, welche immer öfter auf ein Jahr befristet sind, sowie die Größer werdende Anzahl von unfreiwilligen Teilzeitstellen für Promovierende für nicht tragbar und fordern die Universität daher auf, angemessene Arbeitsbedingungen zu schaffen und aufrecht zu erhalten.

Noch Fragen?

Falls du noch Fragen oder Anmerkungen hast, dann sind wir gerne jederzeit für dich da. Komm doch einfach mal auf uns zu, wir sind gespannt was du dir denkst und was dich bewegt :)