Start Neues vom Studentischen Konvent
Konvent
Hochschulwahl 2015+Programm
Geschrieben von: Administrator   
Mittwoch, den 10. Juni 2015 um 00:00 Uhr

Für die Wahl in den studentischen Konvent 2015/2016 am 23. Juni

haben wir eine gemeinsame Liste mit dem SDS und der Liste Asta&Fachschaften (Wahlvorschlag Nr.4) und wir schicken für den Konvent ins Rennen:

Malte Krüger (Listenplatz 4)
studiert Pädagogik

Armin Aminian (Listenplatz 6)
studiert European Economic Studies


Zudem kandidiert Malte Krüger auch auf der Bunten Linken Liste für den Senat




Hier die komplette gemeinsame Liste:

1. Madeleine Baldauf
2. Julian Megerle
3. Frederic Hörnig
4. Malte Krüger
5. Alisa Münsterberg
6. Armin Aminian
7. Sven Czekal
8. Thomas Bollwein
9. Jennifer Schöttker
10. Louise Zenker
11. Johannes Ochs
12. Joannes Jensen
13. Maria Hettler
14. Paul Hummer
15. Max Schermaul
16. Florian Wagner
17. Florian Lützelberger
18. Jakob Roetner
19. Valentin Back
20. David Mehling

Unsere Forderungen:

1. Mehr Demokratische Mitbestimmung
2. Verfasste Studierendenschaft
3. Gleichstellung in allen Bereichen der Universität
4. Transparenz in Forschung & Haushalt
5. Zivilklausel in die Grundordnung der Universität
6. Freies & Selbstbestimmtes Studium
7. Keine Zulassungsbeschränkungen
8. Open Access – Freier Zugang zu Lehrmaterialien & wissenschaftlicher Literatur
9. Mehr Raum für Studentisches Leben & Kultur
10. Nachhaltigkeit
11.  Barrierefreier und besserer Zugang zur Mensa
11. Angemessene Arbeitsbedingungen

 

 

1. Mehr Demokratische Mitbestimmung

Mitbestimmung und demokratische Partizipation stellt die Grundlage für jegliche Selbstbestimmung, Teilhabe und das Einbringen studentischer Bedürfnisse dar.
Studentische Gremien sind ein wichtiges Fundament in den Entscheidungsprozessen, doch haben diese unter den aktuellen Regelungen viel zu wenig Entscheidungsgewalt.
Wir wollen Parität in allen Gremien der Universität und ein Studentisches Mitglied in der erweiterten Universitätsleitung

2. Verfasste Studierendenschaft

Wir setzen uns für die Einführung einer Verfassten Studierendenschaft (kurz: VS, Link) ein, denn nur als eine rechtsfähige Teilkörperschaft kann eine Studierendenschaft sich in allen relevanten Belangen selbst und unabhänig verwalten.
Die VS stellt den Rahmen für studentische Beteiligung dar und gibt fehlende Finanz-, Vertragshoheit und Satzungsautonomie wieder zurück in die Hände der Studierenden.
Wir fordern die sofortige Wiedereinführung der Verfassten Studierendenschaft, sowie die gesetzliche Verankerung der Satzungsautonomie, der Beitrags- und Vertragshoheit.

3. Gleichstellung in allen Bereichen der Universität

Die fragwürdige Konstruktion von „Normalität“ und Stereotypen und die damit einhergehende Diskriminierungen von Personen, die nicht dieser " gesellschaftlichen Norm" entsprechen, ist zu bekämpfen.
Diskriminierung betrachten wir intersektionell - wir verstehen darunter Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, der Nationalität, Behinderung, sexueller Orientierung und Identität und sehen auch Überschneidungen und Mehrfachdiskriminierungen, die auch in einer Universität wirken können.
Wir möchten uns aktiv für Gleichstellung und Inklusion einsetzen.
Deswegen fordern wir eine Verbesserung der barrierefreien Zugänge, sowie deren Ausschilderung.
Um Personen, die nicht der gesellschaftlichen Norm eines binären Geschlechtersystems entsprechen, die tagtäglichen Strapatzen zu ersparen, die sich aus "Männer- und Damentoiletten" ergeben, fordern wir einige der bestehenden Toiletten als Unisextoiletten auszuschildern, wie es zum Beispiel bereits in Schweden mittlerweile Gang und Gebe ist.

4. Transparenz in Forschung und Haushalt

Die bestehende Kommerzialisierung der Universität beinhaltet einen erheblichen Forschungsanteil aus Drittmitteln externer Wirtschaftsunternehmen - dies schränkt die Freiheit der Wissenschaft erheblich ein und macht diese manipulierbar.
Ebenfalls muss der Einfluss der katholischen Kirche und des Militärs einer gesellschaftlich getragenen Finanzierung weichen.
Aus diesem Grund fordern wir eine Offenlegung der Drittmittel und eine transparentere Berichterstattung der einzelnen Gremien.
Außerdem möchten wir mehr studentische Mitsprache und Nachvollziehbarkei bei Personalentscheidungen der Universität.

5. Zivilklausel in die Grundordnung der Universität

Bereits jetzt beziehen viele Universitäten einen nicht unerheblichen Teil ihrer externen Drittmittel von Rüstungsunternehmen, Armeen oder sonstigen militärischen Einrichtungen.
Dies ist nicht mit unseren moralischen Grundsätzen vereinbar, wonach Forschung und Bildung die Verantwortung zur Lösung drängender gesellschaftlicher Probleme mittragen und für menschenwürdige Lebensverhältnisse und ein friedliches miteinander forschen sollen.
Wir fordern eine in der Universitätsordnung festgeschriebene Zivilklausel, die es der Universität verbietet, aktiv für militärische Zwecke zu forschen und Verträge mit Rüstungsunternehmen zu schließen, wie es zb. in Bremen, Rostock, Tübingen, Darmstadt und Frankfurt am Main schon geschehen ist.

6. Freies und Selbstbestimmtes Studium - Keine Zulassungsbeschränkungen

Bildung muss für ALLE Menschen unabhängig von Hürden wie Finanzen zugänglich sein.
Aus diesem Grund setzten wir uns für ein Eltern-, Partner*innen- und Vermögensunabhängiges BAföG ein und fordern die Abschaffung von Zugangsbeschränkungen jeder Art, da diese dem Prinzip der frei zugänglichen Bildung im Weg stehen. Bayern ist in der Pflicht, genügend Personal und Raum für alle, die studieren wollen, zur Verfügung zu stellen - die Studienwahl darf von keinem Kapazitätsbedarf abhängig sein, sondern muss dem individuellen Wunsch des Menschen entspringen.
Außerdem fordern wir ein Studium Generale für alle Studiengänge, welches es ermöglicht, ECTS Punkte zu erwerben und Lehrveranstaltungen der eigenen Wahl zu besuchen, die nicht zwangsweise dem eigenen Studienfach und dem festgelegten Modulplan entsprechen.
Um Studierenden, die bereits im Beruf stehen oder Familie haben, ein selbstbestimmtes Studium zu ermöglichen, setzen wir uns für den weiteren Ausbau und Erhalt von Teilzeitstudiengängen ein.
Die momentanen Prüfungsmodalitäten sind geprägt von unnötiger Bürokratie. Sowohl Zwangsanmeldungen nach nicht bestandenen Prüfungen, als auch die An- und Abmeldezeiträume, die oftmals weit vor den Prüfungsterminen angesetzt sind, widersprechen dem Prinzip eines freien und eigenständigen Studiums.
Weiterhin sollen Studierende die Möglichkeit haben, nichtbestandene Prüfungen beliebig oft wiederholen zu dürfen.

7. Open Access – Freier Zugang zu Lehrmaterialien & wissenschaftlicher Literatur

Open Access bedeutet, dass wissenschaftliche Publikationen kostenfrei und öffentlich im Internet zugänglich sind und ohne Beschränkungen genutzt, kopiert, verbreitet und wiedergegeben werden können, sofern die Urheberschaft korrekt angegeben wird.
Wir begrüßen es sehr, dass sich die Universität Bamberg zur "Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen" bekennt und Open Access fördern möchte und fordern die Wissenschaftler*innen auf, auch weiterhin im Sinne von Open Access zu forschen.

8. Mehr Raum für studentisches Leben und Kultur

Die ständigen Mietpreiserhöhungen in Bamberg sorgen dafür, dass viele Studierende unter unzumutbaren Bedingungen wohnen, horrende Mieten zahlen oder außerhalb in schlecht angebundene Wohngebiete ziehen müssen - dieser Zustand ist nicht tragbar.
Wir möchten, dass der Konversionsgelände als günstiger Wohnraum erhalten bleibt, statt, wie von der Stadtverwaltung geplant, abgerissen zu werden.
Zusätzlich ist es nötig, den Busverkehr auszubauen, damit Studierende sich sicher und unkompliziert in Bamberg bewegen können. Gerade abends, sowie zwischen Feki/Erba und Innenstadt ist dies dringend notwendig.
Um studentischer Kultur in Bamberg mehr Raum zu geben, setzen wir uns außerdem für ein studentisches Kulturzentrum ein.

9. Nachhaltigkeit

Für uns stellt Nachhaltigkeit ein wichtiges Handlungsprinzip dar, welches dazu dienen soll, die natürliche Regenerationsfähigkeit unserer Umwelt in möglichst geringem Maße zu belasten. Wir halten es für die Pflicht einer Einrichtung von der Größe der Universität Bamberg, dass sie sich ihrer eigenen Verantwortung in diesem Bereich bewusst wird.
Daher fordern wir im Sinne des Umweltschutzes die Universität auf, weitgehend auf Printmedien zu verzichten und wo dies nicht möglich ist, Recyclingpapier zu verwenden.
Außerdem soll die Mülltrennung in der Universität an sinnvollen Stellen, wie zb. in großen Hörsälen eingeführt und durchgesetzt werden.
Des Weiteren wollen wir wissen, woher die Universität ihren Strom bezieht und ob es sich hierbei um nachhaltig gewonnene Energien handelt.
Sofern die Universität Gelder in fossilen Brennstoffen bzw. Firmen, die mit diesen handeln, angelegt hat, fordern wir sie auf, diese zurückzuziehen und stattdessen in nachhaltige Energien zu investieren.

10. Barrierefreier und besserer Zugang zur Mensa

Die Mensa als zentraler Ort einer jeden Universität, dient nicht nur der Versorgung mit Essen, sondern ist auch ein Ort der Partizipation und sozialer Teilhabe.
Wir halten es daher für dringend notwendig überflüssige Barrieren, die die Versorgung aller Studierenden verhindern, abzubauen. Dies betrifft neben finanziellen Hürden auch solche ernährungstechnischer Art.
Aus diesem Grund fordern wir ein veganes Gericht pro Tag und Mensa und länger Öffnungszeiten - vor allem der Innenstadtmensa.
Ein Solidatitätsmodell würde es ermöglichen, dass Studierende, die sich kein Essen leisten können, dennoch eines erhalten durch einen freiwilligen Aufpreis, den andere Studierende freiwillig auf ihr Essen gezahlt haben.
Zusätzlich zum bestehenden Angebot setzen wir uns außerdem für ein veganes 1€-Gericht ein, welches möglichst barrierearm allen zugänglich sein soll.

11. Angemessene Arbeitsbedingungen

Hilfswissenschaftler*innen (HiWis) und Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen (MAs) bilden das Grundgerüst einer in Forschung und Lehre aktiven Universität. Wir halten es daher für selbstverständlich, dass es für diese Berufsgruppen adäquate Arbeitsbedingungen an der Universität Bamberg gibt und fordern dazu auf, diese auszubauen.
Eine Vergütung von HiWis, welche eigentlich immer der gesetzliche Mindestlohn ist, ist nicht akzeptabel und sollte der getragenen Verantwortung angepasst werden. Wir halten Verträge von MAs, welche immer öfter auf ein Jahr befristet sind, sowie die Größer werdende Anzahl von unfreiwilligen Teilzeitstellen für Promovierende für nicht tragbar und fordern die Universität daher auf, angemessene Arbeitsbedingungen zu schaffen und aufrecht zu erhalten.

Noch Fragen?

Falls du noch Fragen oder Anmerkungen hast, dann sind wir gerne jederzeit für dich da. Komm doch einfach mal auf uns zu, wir sind gespannt was du dir denkst und was dich bewegt :)



 


 
Aufruf aller Studierenden zur Teilnahme an den Gegenprotesten
Geschrieben von: Administrator   
Mittwoch, den 22. Oktober 2014 um 21:18 Uhr
Aufruf des Studentischen Konventes der Universität Bamberg
"Demonstration „Bamberg WEHRT SICH – Asylmissbrauch Nein Danke“ am 25.10. in Bamberg:

Am vergangenen Freitag wurde für den 25. Oktober in Bamberg eine Demonstration der Facebookseite „Bamberg WEHRT SICH – Asylmissbrauch Nein Danke“ angemeldet. Das Ziel dieser Demonstration ist es, versehen mit einem bürgerlichen Anstrich, die Bevölkerung Bambergs massiv gegenüber Asylbewerber*innen aufzuhetzen, um rechtes Gedankengut in der Mitte unserer Gesellschaft weiter zu verbreiten. So wird diese Veranstaltung schon jetzt auf rechtsextremen Facebookseiten beworben; einige bekannte Personen aus der rechtsextremen Szene haben ihr Kommen via Facebook bereits kundgetan.
Studierende der Universität sind beispielsweise durch das Projekt „Auftakt“ des Lehrstuhls für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur in der örtlichen Arbeit mit Asylbewerber*innen involviert. Darüber hinaus zählt die Studierendenschaft einige ehemalige Asylsuchende heute zu ihren Kommiliton*innen. Asylbewerber*innen sind Menschen, die geflohen sind. Asylbewerber*innen sind Menschen, die nicht ihre Heimat verlassen wollten, sondern es sind Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten, weil sie Angst hatten. Darunter sind auch viele, die, bevor sie fliehen mussten, studiert haben. Für uns ist es daher eine Selbstverständlichkeit, uns mit geflohenen Student*innen und allen anderen Asylbewerber*innen in und außerhalb Bambergs zu solidarisieren und den Kampf gegen Vorurteile und Vorbehalte gegenüber Asylbewerber*innen aufzunehmen. Wir lassen uns als Student*innen nicht gegen Asylbewerber*innen ausspielen – kein Mensch ist illegal. Bamberg muss weltoffen sein! Deshalb ist jede*r Asylbewerber*in in Bamberg von unserer Seite herzlich willkommen!
Wir, der studentische Konvent, als gewähltes Gremium der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, sprechen uns entschieden gegen diese Demonstration aus und fordern alle Studierende der Otto-Friedrich-Universität Bamberg auf, sich mit den stattfindenden Gegenprotesten am 25.10. zu solidarisieren und aktiv daran teilzunehmen."
Der Studentische Konvent der Universität Bamberg
16.10.2014
 
Gegen die Einführung einer Anwesenheitspflicht durch die Hintertür!
Geschrieben von: Administrator   
Donnerstag, den 07. August 2014 um 10:30 Uhr

An den Fakultäten GuK und Huwi wurde vor kurzem die Prüfungsordnung dahingehend geändert, dass die Eintragung einer Veranstaltung ins Transcript of Records von der An-wesenheit in den Veranstaltungen abhängig gemacht werden kann. Diese Eintragung hat zwar keinen direkten Einfluss auf den Studienabschluss, da die ECTS-Punkte im Modul normal angerechnet werden. Welchen Wert diese Auflistung bei späteren Bewerbungen und ähnli-chem haben kann, bleibt jedoch offen. Schlussendlich entsteht damit also dennoch ein Instrument der Gängelung, das die Studierenden zur physischen Anwesenheit zwingen soll. Auch Überlegungen wie die Einführung von Benennungen „bestanden mit Anwesenheit“ tauchen in letzter Zeit auf.

Das bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst dagegen stellte auch 2013 noch einmal fest, dass es keine generelle Anwesenheitspflicht bei Univeranstaltungen gebe. Eine derartige Regelung würde eine Einschränkung der Freiheit des Studiums darstellen.(Brief des Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst vom 9. April 2013.)

Wir, der studentische Konvent der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, stellen uns gegen die Einführung einer Anwesenheitspflicht durch die Hintertür.

Ein Studium sollte selbstbestimmt und selbstverantwortlich ablaufen und auch dahingehend die Studierenden schulen und ermutigen. Uns ist bewusst, dass das Studium in Bamberg ein Präsenzstudium ist. Zur Freiheit des Studiums gehört es aber auch einer Veranstaltung fern bleiben zu können und sich das Wissen oder die Fähigkeiten anderweitig anzueignen.

Wir bedauern, dass Teile der Universität gute Lehre an der rein physischen Anwesenheit der Studierenden festmachen wollen und daher für das Gelingen derselben nur uns in die Pflicht nehmen. Gute Lehre kann aber nur in einem Miteinander von Dozierenden und Studierenden geschehen und es sollte aller Ziel sein, dies gemeinsam und vor allem ohne Zwang zu ermöglichen!


Der Studentische Konvent der Universität Bamberg
01.07.2014

 
Jüdische Kulturforschung angemessen unterstützen - Hauptfach einführen
Geschrieben von: Administrator   
Mittwoch, den 02. Juli 2014 um 14:23 Uhr
Der studentische Konvent unterstützt die Forderung des Lehrstuhls für Judaistik nach einer Ausweitung des Faches Judaistik als Hauptfach. Ferner fordert der studentische Konvent die Universitätsleitung und das bayrische Ministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst auf, den Lehrstuhl aktiv und finanziell bei der Umsetzung seines Forschungsauftrages zu unterstützen.
Die Notwendigkeit eines Hauptfaches Judaistik begründet sich sowohl auf der Lehre als auch auf der Forschung. Der Schwerpunkt der Lehre liegt auf der Religionsgeschichte - darin unter-scheidet sich der Lehrstuhl von anderen Judaistiklehrstühlen in Deutschland. In Bamberg ist das Fach der Orientalistik angegliedert. Aufgrund der begrenzten Ressourcen kann aber der kulturwissenschaftliche Ansatz (jüdische Musik, Literatur, Alltagskultur) bisher nur im be-grenzten Rahmen angeboten werden. Gerade aber für Student*innen der Orientalistik und der Interreligiösen Studien ist eine Kombination mit einem ausgebauten Judaistik-Angebot wichtig. Zudem würden der einzigartige interreligiöse Dialog in Bamberg sowie das örtliche Jüdische Lehrhaus eine starke Judaistik abrunden.
Im Rahmen der Forschung kommt der Judaistik in Bamberg eine ganz besondere Rolle zu. Aufgrund historischer Entwicklungen hat Franken eine der reichhaltigsten jüdischen Geschich-ten in ganz Europa - selbst kleinste Orte in Franken konnten einst jüdische Gemeinden auf-weisen. Durch die Shoah sind zwar viele einzigartige Kulturgüter zerstört worden, aber bei weitem nicht alle. Viel des verlorenen Wissens ließe sich wieder rekonstruieren. Der For-schungsauftrag des Lehrstuhls ist somit schwerpunktmäßig die Bergung der fränkisch-jüdischen Kultur und Geschichte. Dieser Mammutaufgabe ist eine kleine Judaistik - zudem noch ohne finanzielle Unterstützung - nur schwerlich gewachsen." Seitens der fränkischen (jüdischen wie nichtjüdischen) Bevölkerung besteht ein starkes öffentliches Interesse an der Erforschung der jüdisch-fränkischen Heimatkunde.
Der Studentische Konvent der Universität Bamberg
05.06.2014
Nachtrag:
 
Unsere Sicht-Die Listen zur Hochschulwahl 2014
Geschrieben von: Administrator   
Sonntag, den 01. Juni 2014 um 21:23 Uhr

Die LISTE

Neu dabei zu den diesjährigen Hochschulwahlen ist die LISTE. Ob diese neue Liste eine inhaltliche Bereicherung des Konvents oder des Meinungsbildungsprozesses darstellt oder nicht, darüber mag man sich streiten. Aufgrund des Mangels eines Wahlprogramms und eher nicht die Hochschulpolitik betreffenden Forderungen, wie einer Mauer oder High Heels für die Unileitung, ist es schwierig sich inhaltlich mit der LISTE auseinanderzusetzen. Wir wünschen den beiden Kandidaten auf der LISTE viel Erfolg und glauben auch weiterhin eine gute Arbeit in der Hochschulpolitik von ihnen erwarten zu können. Trotzdem glauben wir, dass der Weg der LISTE nur spöttisch mit der Situation an der Universität umzugehen, nicht der beste ist. Mangels ernsthafter inhaltlicher Positionen, können wir keine ernsthafte Wahlempfehlung für die LISTE aussprechen.

 

Jusos

Die Juso Hochschulgruppe hat sich die Mühe gemacht ein sehr umfangreiches und viele wichtige Themen der Hochschulpolitik betreffendes Wahlprogramm auszuarbeiten. Viele der Forderungen, wie nach Einführung einer verfassten Studierendenschaft, einer nachhaltigen Hochschule oder bezahlbaren Wohnraum unterstützen wir uneingeschränkt. Durch die Fülle der Forderungen des Programms ist nicht immer ersichtlich, welche tatsächlich direkt im Konvent und Senat zu lösen wären. Bei manchen davon, auch wenn wir sie für wichtig und richtig erachten, liegt der Handlungsbedarf eher außerhalb der Universität. Darüber hinaus ist aber auch festzuhalten, dass ein Großteil der Arbeit des Konvents in den vergangenen Legislaturperioden durch die Juso Hochschulgruppe geschultert wurde. Wir glauben, dass sie auch weiterhin eine Hochschulpolitik zum Wohle der Studierenden bringen. Unser Fazit: Unbedingt wählbar.

 

LHG

Auch die Liberale Hochschulgruppe hat ein sehr umfangreiches Programm aufgestellt. Einige Forderungen finden auch unsere Unterstützung, z.B. nach mehr Kombinations- und Wahlmöglichkeiten im Studium oder mehr Wohnraum für Studierende. Andere Forderungen lesen sich allerdings eher wie Satire: so zum Beispiel die nach „Parkuhren“ an den Bibliotheksarbeitsplätzen. Wie dies umzusetzen wäre bleibt schleierhaft, ob dann Freiwillige von der LHG in den Bibliotheken für zu lange Arbeitsplatzbenutzung Strafzettel verteilen oder zusätzliches Bibliothekspersonal für die Kontrolle anzustellen wäre. Von dem Aufwand bzw. Kosten für die Anbringung solcher Geräte ganz zu schweigen. Beim Blick auf andere Universitätsbibliotheken wird schnell klar, dass hier vermutlich Parkscheiben gemeint sind. Interessant ist allerdings, dass ausgerechnet die liberale Hochschulgruppe die Einführung eines solchen Gängelungsinstrument fordert, bei einem Problem, dass mit Eigenverantwortung und Kommunikation auch zu lösen wäre. Viele andere Punkte sind eher praktischer Natur, die sich zum Beispiel im Unileitungsgespräch oder im direkten Kontakt, zum Beispiel mit Mensa- oder Bibliothekspersonal gemeinsam, lösen ließen. Vollkommen anderer Meinung sind wir bei Punkten wie der verfassten Studierendenschaft. Die Absicht, die verfasste Studierendenschaft nur des Geldes wegen einführen zu wollen, ist die Sichtweise der liberalen Hochschulgruppe. Wir sehen die verfasste Studierendenschaft als Instrument, die den Studierenden überhaupt erst die Freiheit gibt ihre Interessenvertretung selbstbestimmt und unabhängig zu konstituieren. Eine Zwangsabgabe geht nicht mal zwingend mit einer verfassten Studierendenschaft einher. Interessant ist auch, dass gerade jene Hochschulgruppe, die vehement dafür eintrat Studierende mit bis zu 500 Euro Studiengebühren zu belasten, sich nun ebenso vehement gegen ein „Studenten-GEZ“ wehrt, was nur ein Bruchteil davon wäre. Darum aus unserer Sicht: keine Wahlempfehlung.

 

RCDS

Das Wahlprogramm des Rings Christlich Demokratischer Studenten besteht aus lediglich vier Forderungen: Zentrale Online-Plattform, einen Ausbau des Busverkehrs (mehr Busse auf der Linie 925 und  Nachtbusse, sodass der letzte Bus nach Ende der Sperrstunde fährt), eine bessere Organisation im Sprachenzentrum und mehr Transparenz im Universitätshaushalt. Auch wir halten beispielsweise den Ausbau des ÖPNV für sinnvoll, allerdings greift dieser Vorschlag zu kurz, weil auch noch größere Lücken in der Anbindung des Umlandes gibt oder fehlende Querverbindungen ohne Umweg über den ZOB und mangelhafte Sonntagsanbindung des P&R. Auch wünschen wir uns ökologischere und flexiblere Lösungen wie die Einführung von Anruf-Sammel-Taxen. Teile der übrigen Forderungen können wir uns teilweise anschließen.

Auch die übrigen Forderungen können nicht in allen Belangen unsere Zustimmung finden und die Positionen, die der RCDS außerhalb seines Wahlprogramms vertritt, sind häufig nicht in unserem Sinne.

So befürwortet er im Feki-Wahlhelfer beispielsweise, dass Studienhänge mit Zulassungsbeschränkung auch beschränkt bleiben sollen. Begründet wird dies damit, dass Uni und Stadt nur über begrenzte Kapazitäten verfügen und Leistung belohnt werden solle. Wir sind allerdings der Auffassung, dass für alle Menschen die Bildung, die sie zu erreichen wünschen, zugänglich und es Aufgabe des Freistaats und der Uni ist, gemeinsam die notwendigen Kapazitäten zu schaffen. Außerdem sehen wir Zulassungsbeschränkungen, insbesondere den NC, sehr kritisch. Hier wird die Eignung für ein Studienfach nach dem Durchschnitt aus Kenntnissen und Fähigkeiten mitunter vollkommen anderer Disziplinen festgelegt, es wird so getan, als wären Zeugnisnoten auf die Nachkommastelle genau vergleichbar.

Außerdem hat sich der RCDS, unter anderem im Konvent, oft mit unseren Ansichten widersprechenden Positionen, etwa in Bezug auf die Verfasste Studierendenschaft, Geschlechtergerechtigkeit oder der Forderung nach des Baus zusätzlichen Parkplätzen vor der Feki, geäußert.

Wir können deshalb keine Wahlempfehlung für den RCDS aussprechen.

 

USI

Die Liste der Unabhängigen Studierendeninitiative hat in diesem Jahr vier Forderungen aufgestellt, die wir durchaus für unterstützenswert halten. Transparenz in öffentlichen Haushalten sollte aus unserer Sicht immer gegeben sein, um demokratische Kontrolle zu ermöglichen. Allerdings würden wir über die Forderung der USI hinausgehen und uns auch wünschen, dass der gesamte Haushalt der Universität unkompliziert einsehbar und transparent dargestellt ist.

Die USI stimmte in den letzten Legislaturperioden des Konvents oft auch für Anträge, die wir ebenfalls unterstützten, wie für eine Verfasste Studierendenschaft oder gegen die derzeitige Sperrzeitregelung. Die Positionen der USI sind immer sehr von den gewählten Menschen der Liste abhängig. Welche Politik die USI in Konvent und Senat vertritt, bleibt, abgesehen von ihren wenigen Projekten, die sie als Wahlversprechen angehen wollen, für die Wählenden unberechenbar.

Wir wünschen uns neben Einzelprojekten, die in einer Legislaturperiode erledigt sein können, von (hochschul)politischen Akteuren auch eine Vorstellung von dem, wie sie die Welt oder Hochschule gestalten möchten. Diese schwankt in der Fraktion der USI von Wahlperiode zu Wahlperiode. Dass der Vorsitzende der USI während der Podiumsdiskussion zur Hochschulwahl nicht nur die räumliche Nähe zum RCDS suchte, sehen wir als symptomatisch für die derzeitige Positionierung der USI an. Schlussendlich ist es bei der USI weniger eine Listenwahl, als vielmehr eine Personenwahl. Wir könne daher für die USI  als Gesamtliste keine Wahlempfehlung geben.

 

 SDS/LAF

Die gemeinsame Liste des Sozialistisch-Demokratischen Studierendenverbandes und der Liste Asta und Fachschaften hat ein programmatisch breit gefächertes Programm aufgestellt. Sie ist auch die einzige Hochschulgruppe, die ein unabhängiges Kulturzentrum in der Stadt fordert, was in der Kommunalpolitik auch seit Jahrzehnten immer wieder Thema ist. Derzeit muss sich beispielsweise das Kontaktfestival noch immer neue Räumlichkeiten suchen und oft mühevoll herrichten. Auch die Einführung eines Studium Generale für alle Fachbereiche halten wir für eine gute Möglichkeit, das Studium freier zu gestalten und Anreize zu schaffen, über den Tellerrand zu schauen. Darüber hinaus würden wir uns gerade für das Studium Generale mehr Veranstaltungen zu Themen wie Ökologie, Nachhaltigkeit, Verantwortung von Wissenschaften wünschen.

Besonders unterstützenswert sind auch Forderungen nach mehr Mitbestimmung und einer verfassten Studierendenschaft. Außerdem gefällt uns auch die Betonung der Notwendigkeit der Gleichstellung und Bekämpfung von Diskriminierung aufgrund von Stereotypen.

Ähnlich wie bei der Juso Hochschulgruppe liegt aber auch hier der Handlungsbedarf bei einigen Forderunge außerhalb der Hochschule und welche Forderungen konkret im Konvent umzusetzen sind, ist nicht überall ersichtlich. Trotzdem: Ein gutes Programm, das unsere Unterstützung findet, darum können wir für die gemeinsame Liste von SDS und LAF eine Wahlempfehlung aussprechen.

 
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